Warum wird für das Setzen von Cookies eine Zustimmung benötigt?

Erstellt am 10.06.2016 | Zuletzt geändert am 20.11.2016
Cookies

Auf vielen Seiten erscheinen seit einiger Zeit sogenannte Cookie-Hinweise, bei denen man im Falle einer weiteren Nutzung der Webseite zustimmen muss oder soll. Warum dies so ist und ob ein neues Gesetz dafür verantwortlich ist, erfährst du in diesem Beitrag.

EU-Richtlinie von 2009

Bereits seit 2009 existiert eine Cookie-Richtlinie der EU, deren Ziel es ist, die Zustimmung des Nutzers für das Setzen von technisch nicht notwendigen Cookies zu erfordern. Dies soll übermäßiges Nutzertracking für Werbezwecke eindämmen bzw. dem Nutzer die Möglichkeit geben, seine Daten bestmöglich schützen zu können. Laut dieser Richtlinie ist ein entsprechender Hinweis auf der Seite für technisch notwendige Cookies ausreichend. Als technisch notwendig werden beispielsweise Cookies für ein Warenkorbsystem oder für Logins angesehen. Für alle anderen Cookies, worunter insbesondere Werbecookies von Drittanbietern fallen, ist eine explizite Einwilligung des Nutzers erforderlich. Dies bedeutet, dass ein solcher Cookie erst nach der Zustimmung des Nutzers gesetzt werden darf (sogenanntes "Opt-in"). In der Realität sieht es jedoch in der Regel so aus, dass die Cookies bereits beim ersten Aufruf der Seite gesetzt werden und die Nutzer somit erst nachträglich darüber informiert werden (sog. "Opt-out"). Der Grund hierfür ist schlichtweg, dass die erste Variante in vielen Fällen nicht oder nur sehr schwer umsetzbar ist und im Endeffekt nur dazu führen würde, dass man als Webseitenbetreiber einen Großteil der Nutzer durch lästige Einwilligungs-Popups vergrault.

Google ist schuld

Bisher war es ausreichend, den Nutzer über das Setzen der Cookies in der Datenschutzerklärung darauf hinzuweisen. Der Grund, weshalb jetzt jedoch bei sehr vielen Seiten diese Meldungen aufploppen, liegt schlichtweg an einer Richtlinie von Google, die unter Anderem für alle Adsense-Nutzer gilt. Darin wird genau diese Umsetzung gefordert. Andernfalls droht ein Ausschluss aus dem Adsense-Programm. Da ein sehr großer Prozentsatz der Webseiten eben genau dieses Programm zum Schalten von Werbung verwendet, ist die große Anzahl der Seiten mit solch einer Meldung nicht verwunderlich.

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